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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 1. Juli 2026

§ 1 Geltungsbereich & Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung „Kehron" (nachfolgend „Software" oder „Dienst"), angeboten von Stefan Laggner, Spitalstrasse 64, 9472 Grabs, Schweiz (nachfolgend „Anbieter" oder „wir"). (2) Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, insbesondere an Schornsteinfeger-Betriebe und bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger, sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist nicht vorgesehen. (3) Abweichenden Bedingungen des Kunden wird widersprochen; sie werden nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Anbieters Vertragsbestandteil.

§ 2 Vertragsgegenstand / Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als über das Internet nutzbare Cloud-Anwendung zur Verfügung. Der Funktionsumfang umfasst je nach gebuchtem Tarif insbesondere: digitales Kehrbuch/Kehrbezirksverwaltung, Verwaltung von Feuerstätten, Anlagen und Kunden, Feuerstättenschau und Feuerstättenbescheid, mobile Feld-Erfassung, Mess-Erfassung, Gebühren-/Rechnungsstellung inkl. E-Rechnung, Fristen-/Turnusverwaltung, Tourenplanung, Auswertungen und ein Kundenportal. (2) Maßgeblich für den geschuldeten Leistungsumfang ist die jeweils zum Zeitpunkt der Bestellung gültige Tarif-/Leistungsbeschreibung auf kehron.de/preise. (3) Die Software unterstützt bei der Erstellung hoheitlicher Dokumente (z. B. Feuerstättenbescheid); die inhaltliche Prüfung, Verantwortung und rechtsverbindliche Finalisierung obliegt ausschließlich dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger. Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Funktionalität, nicht die Richtigkeit hoheitlicher Entscheidungen.

§ 3 Vertragsschluss & kostenlose Testphase

(1) Der Kunde registriert einen Betrieb und ein Nutzerkonto. Mit Abschluss der kostenpflichtigen Buchung eines Tarifs kommt der Vertrag zustande. (2) Wir bieten eine kostenlose Testphase von 14 Tagen mit vollem Funktionsumfang an. Für die Testphase ist keineHinterlegung von Zahlungsdaten erforderlich. Die Testphase endet automatisch; sie gehtnicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abo über. Ohne aktive Buchung wird der Zugang nach Ablauf in einen Lese-/eingeschränkten Modus versetzt, wobei die erfassten Daten erhalten bleiben und exportierbar sind.

§ 4 Tarife & Preise

(1) Es gelten die folgenden Tarife (Stand 1. Juli 2026): Start 59 €/Monat (1 Nutzer, 1 Kehrbezirk), Betrieb 129 €/Monat (bis 5 Nutzer, Team/Rollen, Tourenplanung, Kundenportal, erweiterte Auswertungen), Mehrbezirk 249 €/Monat (mehrere Kehrbezirke, mehr/unbegrenzte Nutzer, Prioritäts-Support). (2) Bei jährlicher Vorauszahlung sind zwei Monate frei (Jahrespreis = zehn Monatspreise). (3) Alle Preise verstehen sich in Euro. Der Anbieter weist als nicht umsatzsteuerpflichtiges Einzelunternehmen keine deutsche Umsatzsteuer gesondert aus; bei grenzüberschreitenden Leistungen an Unternehmer kann das Reverse-Charge-Verfahren greifen, sodass die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht. Der Kunde ist für die zutreffende steuerliche Behandlung in seinem Sitzstaat selbst verantwortlich. (4) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise für künftige Abrechnungsperioden anzupassen; Preisänderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht und nutzt er den Dienst weiter, gilt die Anpassung als angenommen; andernfalls kann der Kunde zum Wirksamwerden der Änderung kündigen.

§ 5 Zahlung & Abrechnung

(1) Die Abrechnung erfolgt im Voraus für die gewählte Abrechnungsperiode (monatlich oder jährlich). (2) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über einen externen Zahlungsdienstleister (Stripe); der Kunde hinterlegt hierzu eine gültige Zahlungsmethode. (3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter nach vorheriger Ankündigung und Ablauf einer angemessenen Kulanzfrist berechtigt, den Zugang zu sperren. Die erfassten Daten bleiben für den Export erhalten.

§ 6 Laufzeit & Kündigung

(1) Der Vertrag läuft über die jeweils gewählte Abrechnungsperiode und verlängert sich um eine weitere Periode gleicher Länge, sofern er nicht zum Ende der laufenden Periode gekündigt wird. (2) Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich und kann bequem in der Anwendung ausgelöst werden. Ein Monatsabo ist damit monatlich, ein Jahresabo jährlich kündbar; es besteht keine Mindestlaufzeit über die gewählte Periode hinaus. (3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.

§ 7 Verfügbarkeit & Wartung

Der Anbieter stellt den Dienst mit einer im Jahresmittel hohen Verfügbarkeit bereit, schuldet jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ausfälle aufgrund höherer Gewalt oder von Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters (z. B. Störungen bei Vorleistungsanbietern). Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt.

§ 8 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. (2) Der Kunde nutzt den Dienst nur im Rahmen der geltenden Gesetze. (3) Verarbeitet der Kunde in der Software personenbezogene Daten Dritter (z. B. seiner Kundinnen und Kunden im Kehrbuch), ist er hierfür datenschutzrechtlich verantwortlich; es gilt der zwischen den Parteien geschlossene Auftragsverarbeitungsvertrag.

§ 9 Datenexport & Datenhoheit

(1) Die vom Kunden erfassten Daten bleiben dessen Eigentum im datenschutzrechtlichen Sinne; der Kunde kann sie während der Vertragslaufzeit jederzeit in einem gängigen Format vollständig exportieren (kein Lock-in). (2) Nach Vertragsende stellt der Anbieter dem Kunden für einen Zeitraum von 30 Tagen die Möglichkeit zum Export bereit und löscht die Daten anschließend, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Für die Einhaltung eigener gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (z. B. zum Kehrbuch) ist der Kunde selbst verantwortlich.

§ 10 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. (2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf; die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. (3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. (4) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten über die Exportfunktion mitverantwortlich. (5) Eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit oder rechtliche Wirksamkeit hoheitlicher Dokumente, die der Kunde mit Hilfe der Software erstellt, ist ausgeschlossen (§ 2 Abs. 3).

§ 11 Kein Verbraucher-Widerrufsrecht (B2B)

Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB). Ein gesetzliches Verbraucher-Widerrufsrecht nach §§ 355, 312g BGB besteht daher nicht. Unabhängig davon kann der Vertrag jederzeit nach § 6 gekündigt werden; die 14-tägige Testphase (§ 3) erlaubt eine unverbindliche Erprobung ohne Zahlungspflicht.

§ 12 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte rechtliche Rahmenbedingungen oder Weiterentwicklungen des Dienstes erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt und gelten als genehmigt, wenn der Kunde nicht widerspricht; auf die Bedeutung des Schweigens wird gesondert hingewiesen.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). (2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit gesetzlich zulässig und der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist – der Sitz des Anbieters; der Anbieter ist zudem berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen. (3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.